Gedankenspiele und Mysterien

Glaubenssätze wirken Wunder im Leben

Glaubenssätze sind zusammengefasste Sätze, die ein Thema verallgemeinern. Von diesen sind viele Menschen überzeugt. Jeder Mensch trägt durchschnittlich 20.000 Glaubenssätze in sich, viele von diesen sind unbewusst. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten von Glaubenssätzen. Auf der einen Seite gibt es motivierende Sätze, die den Optimismus im Leben bestärken sollen. Oft können durch die bestärkenden Sätze hochgesteckte Ziele erreicht werden.

Die andere Art der Glaubenssätze ist eher nachteilig, da durch diese das Selbstbewusstsein geschwächt wird und oft negative Gefühle ausgelöst werden. Glaubenssätze sind bei jedem Mensch individuell. Die meisten dieser Sätze hängen von den Lebensumständen, Erfahrungen und Erwartungen ab. Oft werden die Grundsätze schon von Familiärer-Ebene vorgelebt. Die anderen Grundsätze entstehen durch positive oder negative Erlebnisse.

Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und bin von Glaubenssätzen sehr überzeugt. In meinem Leben gab es schon viele Situationen, indem mir positive Glaubenssätze enorm weitergeholfen haben. Viele Ziele, die ich als unerreichbar eingestuft hatte, dann aber von meiner Familie und Freunden unterstützt wurde und selber von meinem Können überzeugt war.

Ein Beispiel meiner Glaubenssätze möchte ich folgend darstellen: Vor drei Jahren hatte meine Mutter einen Autounfall, sie hatte schwere Knochenbrüche und musste einige Wochen im Krankenhaus bleiben. Ich habe noch zwei kleine Schwestern, die eine war zu dem Zeitpunkt 3 und die andere 5. Da wir erst ein paar Monate zuvor umgezogen sind, kannten wir nicht viele Leute in der Gegend. Ich war also für beide meiner Schwestern verantwortlich. Ich musste somit das Leben zwei kleiner Mädchen planen und immer für die beiden da sein.

Meine Mutter musste ich auch regelmäßig besuchen, da sie ihre Töchter natürlich so oft wie möglich sehen wollte. Schon nach ein paar Tagen wurde mir alles zu viel, da ich auch selber noch für die Schule lernen musste. Direkt kamen mir negative Glaubenssätze in meine Gedanken. Ich habe nicht mehr daran geglaubt, dass ich das alles alleine schaffen kann. Oft konnte ich meine eigenen Emotionen nicht unter Kontrolle halten, da mich alles überfordert und sofort genervt hat. Meine kleinen Schwestern waren mit der ganzen Situation allerdings auch überfordert, immerhin konnten diese nicht einmal verstehen, warum unsere Mama überhaupt nicht da ist.

Für meine Familie habe ich mir vorgenommen meine Glaubenssätze zu verändern bzw. optimistischer zu denken. Allerdings hatte ich keinen Halt und niemanden, der mir aus meinem Frust und meiner Überforderung heraus geholfen hat. Bis ich in dem Kindergarten meiner Schwester durch Zufall einen Jungen kennengelernt habe, er heißt Julian. Julians Mutter ist schon sehr früh gestorben, er war erst 13 Jahre alt. Er hat ebenfalls eine kleine Schwester, die 6 Jahre alt ist. Sein Vater ist mit der Erziehung überfordert, deswegen muss Julian sich sehr um seine kleine Schwester kümmern. Der einzige Unterschied zwischen Julian und mir waren unsere Glaubenssätze. Julian war ein reinster Optimist, er war von allem Guten überzeugt. Ich dagegen war so überfordert, dass ich von allem genervt und frustriert war.

Wir haben uns sofort gut verstanden und konnten uns direkt austauschen.

Er war einer der wenigen Menschen, die mich wirklich verstanden haben. Wir haben uns gegenseitig viel geholfen und ich konnte ihm alle meine Probleme offenbaren. Schon nach ein paar Tagen habe ich selber gemerkt, wie sich meine eigene Einstellung zum Leben und zu schwierigen Lebenssituationen verändert hat. Ich konnte die restlichen Wochen, die meine Mutter im Krankenhaus verbringen musste ohne Probleme meistern, da ich an alle Probleme mit einem positiven Glaubenssatz und viel Optimismus herangegangen bin. Selbst mein Selbstbewusstsein ist durch die positiven Sätze gestiegen.

Schon ein kleiner Halt, kann der Anreiz zu besseren Glaubenssätzen sein, welche dann zu einer ganz anderen Lebenseinstellungen führen können. Bei meiner Geschichte wird deutlich, dass Glaubenssätze jeden Menschen bestärken können. Für mich hat ein positiver Glaubenssatz eine sehr schwierige Situation vereinfacht. Meiner Meinung nach hängt ein Glaubenssatz sehr viel mit Menschen zusammen, die wichtig für sich selber sind. Meine Philosophie ist: Wenn ein Mensch glücklich ist, sind seine Glaubenssätze durchaus positiver als bei Menschen, die mit vielem unzufrieden sind.

Jeder sollte sich also einmal Gedanken darüber machen, ob das eigene Leben so verläuft, wie man es sich selber wünscht. Oft beeinflusst ein positiver Glaubenssatz die ganze Lebenseinstellung. Natürlich kann durch zu großer Optimismus und zu hoch gesetzte Ziele zu Enttäuschung führen. Schon durch ein einziges negatives Ereignis kann das System der positiven Glaubenssätze geschädigt werden. Da viele Menschen sich durch eine Niederlage mehr hängen lassen anstatt versuchen durch weitere positive Glaubenssätze weiterhin ein optimistisches Leben zu führen. Die wenigsten Menschen machen sich Gedanken über die Auswirkungen der Glaubenssätze. Allerdings könnte durch mehr Optimismus und Selbstvertrauen viele Krankheiten wie Depression o.ä vermieden werden.


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