Gedankenspiele und Mysterien

Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt! Schönheit bleibt aber subjektiv

Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt! Schönheit bleibt aber subjektiv

Sind Sie zufällig in den 60er oder 70er Jahren geboren? Dann fällt es Ihnen sicherlich leicht mit mir darüber zu reden, wie sich die Mode, das Aussehen, das Bewusstsein für das Aussehen und Allgemein die Eitelkeit entwickelt hat.

Inzwischen habe ich schon so viele Trends und Modeerscheinungen mitgemacht, dass ich mich fühle, als wäre ich in den 1960ern stehen geblieben. Ich ignoriere sie alle und schmunzle in mich hinein, wenn ich die Verrücktheit von einigen Menschen betrachte. Schaut man sich die großen CEOs der Welt an, tragen sie meist immer die gleiche Kleidung und gehen keinerlei Trends mit, obwohl sie ja selbst meistens dabei sind, einen zu kreieren. Die Begründung für die selbe Kleidung ist meistens auch ganz simpel und liegt darin, dass sie die Zeit, die sie normalerweise für die Wahl ihrer Kleidung aufwenden würden, einfach in die Effektivität der Projekte bzw. in das Entwickeln der Projekte investieren können. Eigentlich ganz leicht nachvollziehbar, aber was ist mit den Menschen, die nicht von morgens bis abends und wahrscheinlich auch noch in der Nacht während des Schlafs an einem gigantischen Projekt arbeiten? Richtig, diese Menschen haben Zeit für andere Dinge, zum Beispiel für die Kleiderwahl, für das oberflächliche Aussehen, für die Erscheinung zu anderen sozialen Kontakten.

Ist es wichtig, für andere attraktiv zu wirken?

Schönheit ist subjektivIch halte es nicht für sinnvoll, hierauf eine pauschale Antwort zu geben. Es liegt meines Erachtens vielmehr darin, auf was sich die Person im Leben konzentriert. Will sie etwas erfinden? Will sie alleine leben? Will sie ihr Leben lang Kontakt zu Freunden pflegen und immer offen für neue Kontakte und Freunde sein? Ich denke schon, dass ein gepflegtes Aussehen dazu beitragen kann, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten. Doch insgesamt greifen diese ganzen Mechanismen nur, wenn man auch auf andere Dinge Prioritäten setzt.

Was passiert denn zum Beispiel, wenn man sein Äußeres pflegt, immer die neusten Trends in Sachen Kleidung trägt und täglich seine Nägel feilt - aber nie an die Öffentlichkeit geht? Denkt man darüber mal nach, wird man schnell feststellen, dass die einen oberflächlichen Dinge nur dann etwas bewirken, wenn man sich auch an Menschen bedient, die diese Oberflächlichkeit erkennen.

Kurzum, wer sagt, er würde sich nur für sich selbst pflegen, lügt (meiner Meinung nach). Dann das äußerliche Erscheinungsbild, das man zu pflegen versucht, ist nur etwas wert, wenn auch tatsächlich jemand von außen dieses beurteilen kann. Einige anderen mögen ihre Eitelkeit vielleicht damit begründen, dass sie dann selbst sich besser fühlen. Stimmt, aber warum? Weil sie nach außen hin gepflegt und geordnet herüberkommen. Auch hier gilt wieder: es soll nur der soziale Aspekt gestärkt werden.

Was wäre, wenn sich keiner pflegt? Hilfe, die Menschen sind unschön, oder?

Gedankenspiel: Kein Mensch auf der Erde pflegt sich und trägt nur die einfachste Kleidung (beispielweise weiß auf weiß, schwarz auf schwarz etc., gleiche Größe, kein Schmuck). Die Individualität geht verloren, zumindest die Individualität, die man bewusst auf andere übertragen möchte. Was bleibt, ist die reine Natürlichkeit. Markante stellen, individuelle Macken kommen vielmehr zur Geltung. Was ist mit den ganzen Frauen, die keine Schminke mehr tragen? Oder mit den 90% aller Frauen auf der Welt, die mit allerlei Anti Cellulite Mittel versuchen, ihre Orangenhaut loszuwerden? Es gäbe keine sozialen Plattformen mehr, die über Schönheit und Fitness diskutieren oder anti Cellulite Behandlungen vorstellen. Es gäbe keine Luxusshops mehr die überteuerte Kleidung verkaufen. Es gäbe nichts Dergleichen. Aber was ebenfalls fehlt, ist die Emotionalität der Menschen. Diese Emotionalität macht das humanitäre Wesen zu dem, was es ist. Kein einfaches, rationales Wesen, sondern etwas, das Emotionen verarbeitet und verbindet, neu herstellt und nach Herzen entscheidet. Das ist die förderlichste Art der Entwicklung, des Wachstums.

Welches Fazit bleibt?

Individualität und Emotionalität bringt immer mit sich, dass Menschen sich einzigartig fühlen wollen. Einerseits wollen sie selbst die Bestätigung, wenn sie sich im Spiegel betrachten. Andererseits hoffen sie auch darauf, dass die Mitmenschen diese Individualität erkennen. Die Folge ist (und wird auch immer so sein), dass sie bestimmten Trends nachgehen, immer auf dem "Neuesten" Stand sein wollen und auch teilweise konservativ bleiben (so wie ich) um diesen Trends mit Schmunzeln entgegen zu treten. Wir alle haben aber die gleiche Begründung für diese Entscheidungen: Wir wollen einzigartig sein. Jeder Mensch ist einzigartig, in der Masse aber doch kategorisierbar. Wahr ist es, ob's traurig ist, die Entscheidung überlasse ich Ihnen!

In diesem Sinne, schönen Abend.


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